Thema: Online-Workshop: Grundlagen des Schauspielens. Starte heute deine Reise auf die Bühne vor der Webcam – mit klaren Werkzeugen, spielerischer Neugier und einer Gemeinschaft, die dich stärkt, inspiriert und zu regelmäßiger Übung anfeuert.
Ein ruhiger, tiefer Atem verankert dich, bevor du die Aufnahme startest. Zähle vier Schläge ein, halte kurz, lasse länger ausströmen. So sinkt Nervosität und dein Fokus richtet sich klar nach vorn.
Dein erster Auftritt vor der Webcam
Im Online-Workshop üben wir, wie du den Blick knapp neben die Linse setzt, damit Nähe entsteht, ohne steif zu wirken. Kleine Korrekturen verändern sofort Wirkung, Glaubwürdigkeit und emotionale Verbindung.
Textarbeit: Ziele, Beats und Subtext
Beats markieren, Handlung führen
Teile den Text in sinnvolle Abschnitte, in denen sich deine Absicht ändert. Markiere diese Stellen sichtbar. So erkennst du Wendepunkte, steigst stärker ein und führst das Publikum durch klare innere Entscheidungen.
Sprich nicht lauter, sondern bewusster. Der Subtext entsteht aus deinem Bedürfnis hinter den Worten. Indem du innerlich Antworten auf Fragen findest, entsteht Spannung, die das Publikum intuitiv versteht.
Zuhören ist ein körperlicher Zustand. Reagiere auf Pausen, Atmung und Blick des Partners. Selbst mit kleiner Verzögerung spürst du Impulse, wenn du offen bleibst und dir echte Neugier erlaubst.
Summe leise in der Maske, lasse den Ton hinter den Wangenknochen schwingen. So wird die Stimme körperlich, ohne laut zu sein. Danach klingen Worte runder, tragfähiger und zugleich sanft kontrolliert.
Gefühlsbögen sicher führen
Statt „groß“ zu spielen, definierst du Anfang, Wendepunkt und Ziel. Fülle die Bögen mit Atemimpulsen. Dadurch entsteht echte Bewegung, die Ergriffenheit zulässt, ohne in Übertreibung oder bloße Effekte abzurutschen.
Artikulation mit Herz
Kiefer lockern, Lippen vibrieren lassen, Zungenbrecher flüstern. Danach verbindest du saubere Artikulation mit innerem Bedürfnis. Verständlichkeit bleibt, doch das Gefühl darf körperlich schwingen und berühren.
Improvisation im digitalen Raum
Nimm Angebote an, füge etwas Konkretes hinzu, halte die Welt der Szene stabil. So wächst Vertrauen im Team, und spontane Einfälle verwandeln Unsicherheit in Humor, Beziehungstiefe und spielerische Freiheit.
Improvisation im digitalen Raum
Nutze Tasse, Schal oder Buch als präzise Partner. Gib jedem Gegenstand Bedeutung und Geschichte. Kleine Details öffnen sofort die Szene und geben dir Halt, wenn Worte fehlen oder Spannung kurz abfällt.
Improvisation im digitalen Raum
Sprich einen Tick langsamer, plane kurze Atempausen ein, bestätige Impulse mit einem Nicken. So bleibt Rhythmus fühlbar, auch wenn die Verbindung schwankt, und Partnerarbeit wirkt dennoch organisch.
Technik, Bild und Ton für überzeugende Eigenaufnahmen
Licht setzen mit Hausmitteln
Nutze Tageslicht seitlich, verhindere hartes Gegenlicht, reflektiere mit Papier oder einer hellen Wand. Ein gleichmäßiges Gesicht und ruhige Schatten lassen Emotionen sprechen, ohne visuelle Ablenkung zu erzeugen.
Rahmung und Blickachse bestimmen
Wähle Brustbild, achte auf Abstand zur Wand, richte die Kamera in Augenhöhe aus. Eine klare Blickachse stärkt Präsenz, und dein Spiel bleibt dynamisch, ohne aus dem Ausschnitt zu rutschen.
Ton, der berührt
Teste Raumhall, lege eine Decke aus, nähere dich dem Mikrofon an. Ein warmer, rauschfreier Klang macht Nuancen hörbar und verhindert, dass Emotionen im technischen Nebel verloren gehen.
Anekdote aus dem Workshop: Lampenfieber verwandeln
Mitten in der Probe stockte sie. Statt zu kämpfen, atmete sie leise aus, berührte ihren Partner mit dem Blick und sprach nur einen Satz. Plötzlich fühlte sich alles echt, leise und kraftvoll an.
Anekdote aus dem Workshop: Lampenfieber verwandeln
Sie strich Bewegungen, hielt Pausen, hörte wirklich zu. So wurde die Figur fassbar. Die Lehrkraft sagte: „Du hast uns eingeladen, nicht überzeugt.“ Genau darum geht es in den Grundlagen.